Landratskandidatin der SPD heißt Decker

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Presseartikel der Rheinpfalz:

Gestern Abend von Delegierten gewählt
Karin Decker kandidiert im kommenden Jahr als SPD-Bewerberin für die Wahl des Kaiserslauterer Landrats. Die 51-jährige Bankfachwartin setzte sich gestern Abend auf der Delegiertenkonferenz des SPD-Kreisverbands in Otterberg gegen Petra Heid durch, die sich gleichfalls für die Nachfolge des sozialdemokratischen Amtsinhabers Rolf Künne beworben hatte.

Von den 96 anwesenden Delegierten votierten 65 für Decker, auf die Schopper Ortsbürgermeisterin Heid entfielen 29 Stimmen. Zwei Genossen enthielten sich. Zuvor hatten sich beide Bewerberinnen ihren Parteifreunden vorgestellt. Nach den Worten der Otterberger SPD-Gemeindeverbandsvorsitzenden Erika Brand war es „eine schwierige Wahl": „Beide Kandidatinnen sind kompetent und für das Amt geeignet. Die endgültige Nominierung der Landratskandidatin erfolgt bei einer Wahlkreiskonferenz, deren Termin noch nicht feststeht.

„Ich verspreche euch, ich werde euch nicht enttäuschen", sagte Karin Decker nach ihrer Wahl. Sie will einen „sachbezogenen Wahlkampf" führen, der unter dem Motto „Menschlich, sympathisch und kompetent" steht.

Die Weilerbacherin, die auf keine parteipolitische Karriere zurückblicken kann und bislang als unbeschriebenes Blatt gilt, strebt „einen wirtschaftlich gestärkten Landkreis, eine gut funktionierende, bürgernahe Verwaltung und ein lebenswertes Leben in unserer Region" an. Sie verwies auf ihre Wirtschaftskompetenz und „langjährige Erfahrungen mit Finanzen", die sie in ihrer 35-jährigen Tätigkeit im Kreditwesen erworben habe. Derzeit ist sie stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kaiserslauterer Stadtsparkasse.

Die „positive Entwicklung des Kreises" will Decker „in Zusammenarbeit mit den Kommunen" ausbauen. Von besonderer Bedeutung seien dabei weitere Gewerbeansiedlungen. Auch müsse dem Fachkräftemangel vor allem im Handwerk entgegen gewirkt werden. Im Fremdenverkehrs-Marketing dürfe es keine Gebietsgrenzen geben, sagte sie. Die angespannte Haushaltslage des Kreises sei „eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre": „Es gilt, im Rahmen des Finanzausgleichs eine Neuverteilung der Mittel zu erreichen."

Dass sie bisher politisch nicht in Erscheinung getreten ist, sieht Decker als Vorteil: „Ich bin politisch unbelastet." Zugleich dürfe die ZAK-Affäre „nicht außen vor bleiben und ad acta gelegt werden", denn die Millionenverluste des Entsorgungsverbands seien „ein Skandal erster Güte".

Den CDU-Kandidaten Paul Junker hält sie für einen „ernst zu nehmenden Gegner": „Er hat sich vor wenigen Wochen erneut zum Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach wählen lassen. Er will also Beigeordneter bleiben." Deckers 15-minütige Ansprache erhielt heftigen Beifall.

REDZIMH

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Samstag, den 05. April 2008

 

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