Margit Conrad zu Gast bei Karin Decker

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Ursula Schmitt, Margit Mohr, Karin Decker, Margit Conrad und Udo Fritz

Konjunkturpaket II: Umweltministerin Margit Conrad zu Gast bei Karin Decker

Margit Conrad, rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, war auf Einladung der Landratskandidatin Karin Decker nach Lambsborn gekommen, um über das Konjunkturpaket II zu berichten. Insbesondere die Chancen für die ländlichen Räume im Hinblick auf die Investitionen in erneuerbare Energien standen im Vordergrund ihres Vortrags.

Zunächst eröffnete Landtagsabgeordnete Margit Mohr die Veranstaltung und begrüßte neben der Ministerin unter anderem ihren Landtagskollegen Thomas Wansch, Landrat Rolf Künne sowie die Verbandsbürgermeister Werner Holz (Bruchmühlbach-Miesau) und Heinz Christmann (Otterbach).

Karin Decker läutete das Thema mit Zahlen ein: 14 Milliarden Euro stünden aus dem Konjunkturpaket II an Bundesmitteln zur Verfügung. Hinzu kämen 25 %, die von den Ländern und Kommunen finanziert werden würden. Für Rheinland-Pfalz bedeute dies ein Investitionsvolumen von 625 Millionen, von denen ein Großteil in die Kommunen fließen solle. Hieraus ergäben sich Chancen für die Arbeitsplatzerhaltung, die Modernisierung der Infrastruktur oder für nachhaltige Projekte wie Kindergärten, Schulen oder Forschungseinrichtungen.

Umweltministerin Margit Conrad schlug dann den Bogen zur energetischen Sanierung. Der Klimaschutz drohe angesichts der Finanzkrise in Vergessenheit zu geraten, aber genau das Gegenteil sei richtig. Derzeit lägen die Preise für Energie so niedrig, dass momentan in die Erschließung von neuen Ressourcen, wie beispielsweise Ölfeldern, nicht investiert werde. Deshalb sei damit zu rechnen, dass bei einem neuen Aufschwung die Energiepreise überproportional steigen und damit die nächsten Konjunkturdelle schon absehbar ist. Deshalb sei es gerade jetzt sinnvoll, dass beim Konjunkturpaket II ein ganz deutlicher Akzent auf der energetischen Sanierung und Optimierung liege.

Das Land sei hier gut aufgestellt. „Rheinland-Pfalz ist voller Energie. Wir haben heimische Ressourcen, die in den ländlichen Räumen vorhanden sind“, so Conrad. So könne mit regionalen Energiekonzepten auf globale Herausforderungen reagiert werden. Verbandsgemeinden oder Ortsgemeinden könnten vollständig mit erneuerbaren Energien ausgestattet werden. Wind, Sonne, Freiflächenanlagen in Kombination mit Blockheizkraftwerken und Speicheranlagen sind ein Mix, der die Energieversorgung sicherstellen kann.

Zum Abschluss rief sie dazu auf, jetzt zu investieren – auch um das Land langfristig auf dem weltweiten Energiemarkt zu positionieren. Zahlreiche Fördertöpfe seien vorhanden – auch nach dem Konjunkturpaket II.

Ursula Schmitt, verantwortlich für regenerative Energien bei der WVE und Udo Fritz, Energieberater bei der Volksbank Lauterecken, stellten verschiedene Fördermöglichkeiten vor. Hier seien die örtlichen Banken in der Pflicht, Kunden über Förderprogramme, zum Beispiel der KFW, zu informieren. Für den Einzelnen sei eine energetische Sanierung schwieriger; deshalb seien gemeinsame und integrierte Konzepte notwendig.

 
 

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