Markus Merk und Axel Roos zu Gast bei Karin Decker

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Axel Roos, Karin Decker und Markus Merk

Sport in unserer Gesellschaft

Prominenz fand sich am 3. April in der Turnhalle des TUS Hochspeyer ein: Dr. Markus Merk, dreimaliger Weltschiedsrichter, und Axel Roos, Rekordspieler des FCK, sorgten für anhaltendes Blitzlichtgewitter und hatten zahlreiche Autogrammwünsche zu erfüllen. Dann begrüßte Landratskandidatin Karin Decker als weitere „Promis“ den Lautrer Oberbürgermeister, den Landtagsabgeordneten Thomas Wansch sowie den Hochspeyerer Gemeindeverbandsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Hans-Norbert Anspach.

Frage des Abends war: „Welchen Stellenwert hat der Sport in unserer Gesellschaft?“. Das Wort hatte zunächst Markus Merk, der, wie er betonte, gerne und „absolut aus Überzeugung“ der Einladung von Karin Decker gefolgt war. Und dann führte er Zahlen an. 91.000 Vereine mit 27 Millionen Mitgliedern gebe es in Deutschland. 2,7 Millionen Ehrenamtliche seien hier tätig und würden pro Jahr 500 Millionen reine Arbeitsstunden leisten.

Für ihn sei es im Gespräch mit Politikern immer ein Anliegen, sie um ihre Unterstützung für den Sport zu bitten. „Sport liefert uns Regeln – und ohne Regeln funktioniert auch keine Gesellschaft. Sie sind positiv für das Allgemeinwohl – auch wenn wir keine Überreglementierung brauchen.“ Es gebe keine bessere Prävention – und das sei nicht nur auf den Fußball bezogen, sondern auch auf andere Sportarten. So können die Kinder und Jugendlichen Basiswerte wie Mut, Verantwortung, Identifikation, Willen und Begeisterung lernen. Sport habe eine Vorbildfunktion, insbesondere der Profisport. Deshalb erschrecke ihn die Ohrfeige von Lukas Podolski gegen seinen Mannschaftskapitän sehr. „Das war ein Wangenschlag gegen unsere Gesellschaft. Eine solche Situation darf man nicht bagatellisieren“, führte er aus. Auch aus dem Publikum kamen ähnliche Reaktionen zu diesem Thema.

Axel Roos, Inhaber der Axel-Roos-Fußballschule, sieht bei den Kindern vor allem koordinative Defizite. Computer und Playstation seien hierfür verantwortlich. Dann sorgt er für Diskussionsstoff, als er eine bessere Qualifikation der in Vereinen Ehrenamtlichen fordert. Es sei lobenswert, wenn Eltern die Kinder trainieren, aber „bringt es den Kindern etwas?“, stellte er als Frage in den Raum.

Die Zuhörer waren geteilter Meinung: Während die einen auf die Finanznöte der Vereine aufmerksam machten, die es nicht zuließen, Geld für die Weiterbildung der Trainer bereitzustellen, wiesen andere darauf hin, dass Qualität eben etwas koste und hierfür bei den Vereinsmitgliedern ein Bewusstsein geschaffen werden müsse. Auch Markus Merk unterstützte die Forderung nach Fachübungsleitern, die auch ein Aushängeschild für Vereine sein könnten.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Wansch konnte den Wunsch nach mehr Finanzmitteln seitens einiger Vereinsvertreter in Bahnen lenken, denn „jede nachgewiesene Stunde Jugendarbeit wird gefördert, wenn die Qualifikation nachgewiesen wird.“ Auch gebe es ein Schulungsprogramm, das auf Stadt- und Kreisebene von Sportbund Pfalz angeboten werde und vor allen Dingen der Vermittlung von Sozialkompetenz diene.

Karin Decker griff dieses Thema auf und sicherte den Vereinen zu, sich als Landrätin für deren Belange einzusetzen und beispielsweise eine kreisweite Informationsveranstaltung zu Schulungs- und Fördermöglichkeiten anzubieten.

 
 

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